Ein motorischer Lerntyp – So lernst du effizient


Ein motorischer Lerntyp braucht die Aktion, die Bewegung beim Lernen. Es geht dabei grundsätzlich in zwei Richtungen. Zum einen kann es heißen, dass du nicht stillsitzen kannst, dass du beim Lernen lieber im Zimmer herumläufst, mit dem Stuhl schaukelst oder mit einer Lern-CD im Ohr spazieren gehst. Zum anderen kann es heißen, dass du Dinge besser lernst, die du bauen und zerlegen kannst, die du formen und gestalten kannst, kurz, die du begreifen kannst. Manche Theorien unterscheiden diese beiden Typen in den motorischen/unruhigen Lerntyp und den haptischen Lerntyp.

Hier sind motorischer und haptischer Lerntyp unter dem Begriff “motorischer Lerntyp” zusammengefasst, die vorgestellten Methoden beziehen sich auf beide Richtungen und sind bewusst plakativ formuliert, um die Stärken dieses Lerntypen herauszuarbeiten.

Gib deinem Bewegungsdrang nach

Motorische Lerntypen können nicht mehr als eine halbe Stunde am Stück am Schreibtisch sitzen. Je mehr du versuchst, deinen Bewegungsdrang zu unterdrücken, desto unruhiger wirst du. Je unruhiger du wirst, desto mehr Energie verschwendest du, um deinem Bewegungsdrang zu unterdrücken. Akzeptiere ihn und versuche, die Unruhe in sinnvolle Bahnen zu lenken. Wer sollte etwas dagegen haben, wenn du beim Lernen in deinem Zimmer auf und ab gehst, mit dem Stuhl wackelst oder in der Hängematte schaukelst?

Verbinde deine Lernkanäle

Es fördert deine Konzentration, wenn du zum Beispiel beim Auswendiglernen von einer Zimmerecke in die andere gehst. Jeder Schritt kann dabei für ein Wort oder eine Strophe stehen. Das gleichzeitige Aussprechen der Lerninhalte verbindet den motorischen mit dem auditiven Kanal. Auch das Hören von Audiodateien während eines Spaziergangs verbindet diese beiden Kanäle. Den motorischen Kanal mit dem visuellen verbinden kannst du, indem du ein großes Blatt Papier an deinen Schrank klebst und stehend eine Mindmap erstellst.

Experimentiere

Wähle dir nach Möglichkeit Vorlesungen und Seminare, in denen praktische Arbeiten möglich sind. Experimente, Werkstücke oder Versuchsanordnungen sind genau deine Welt. Baue dir für komplizierte Zusammenhänge möglichst einfache Modelle. Es ist dabei völlig irrelevant, ob irgendjemand außer dir den Sinn deines Schaffens versteht. Es zählt einzig und allein, den trockenen Lernstoff in begreifbare Materie umzuwandeln um ihn im Gedächtnis behalten zu können.

Lernen an der frischen Luft

Wer sagt, dass eine Lerngruppe immer in den Räumen der Uni sitzen muss? Gründe eine Spazier-Lerngruppe. Schnappt euch eure Skripten, damit ihr gegebenenfalls nachschlagen könnt, wenn niemand weiter weiß, und auf geht’s an die frische Luft. Unterwegs könnt ihr all die Fragen diskutieren und besprechen, über denen andere in stickigen Uniräumen brüten.

Bewegung tut gut, auch beim Lernen.

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